Arbeitgeber macht mit E-Mails & Weisung Druck auf Belegschaft

Der Arbeitgeber hat erneut eMails verschickt, in der er suggeriert, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich an den Streikmaßnahmen beteiligen, beim Arbeitgeber (Leitstelle Plus) melden müssen. Diese Mails sorgen bereits für einiges Unbehagen bei den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern, die sich am Streik der GDL beteiligen wollen.

So spricht der Arbeitgeber in seiner eMail von einer “[…] Meldepflicht in Form einer ausdrücklichen und konkludenten Streikteilnahme-Erklärung […]”. Hier möchten wir allen Kolleginnen und Kollegen den Rücken stärken und klar stellen, dass der Arbeitgeber hier wohl etwas falsch verstanden hat.

Richtig ist:
Wer trotz der Streik-Maßnahme seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung stellen möchte, muss sich beim Arbeitgeber aufgrund der besonderen Betriebslage melden. Logisch, denn es gibt keine regulären Schichtverläufe.
Falsch ist:
Arbeitnehmer die sich am Streik beteiligen, haben, wenn ihre Schicht in den Zeitraum während des Streiks fällt, keine Meldepflicht dem Arbeitgeber gegenüber. Ausgenommen von dieser generellen Regelung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonderer Berufsgruppen, deren Arbeitsleistung auch während Eil- und Notfällen erforderlich ist. Darüber haben wir euch auf unserer Seite “Streik – Fragen & Antworten” ausführlich informiert!
Solltet ihr verunsichert sein, schaut noch einmal auf unserer Seite mit den Verhaltensrichtlinien für besondere Berufsgruppen nach und versichert euch über eure Meldepflichten, solltet ihr einer der genannten Berufsgruppen angehören. Auf derselben Seite findet ihr auch die Kontaktdaten der örtlichen Streikleitungen, die euch gerne mit Rat & Tat zur Seite stehen.

Weiterhin gilt:

Kommt zum Streiklokal am Ostbahnhof und beteiligt euch an den Streikmaßnahmen für faire Arbeitsbedingungen, faire Rentenleistungen und leistungsgerechte Bezahlung.
Lasst euch vom Arbeitgeber nicht einschüchtern oder verunsichern. Alle zum Streik aufgerufenen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner müssen jetzt zusammenstehen und dem Arbeitgeber eine klare Botschaft senden!
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