Weisung des AG wird ignoriert

Erneut hat der Arbeitgeber kurz vor Streikbeginn eine Last-Minute-Weisung herausgegeben, mit der er versucht, die Kolleginnen und Kollegen, die sich am Streik beteiligen, zu verunsichern und unter Druck zu setzen.

Die Weisung wurde durch die GDL in Frankfurt eingehend geprüft. Erneut scheint der Arbeitgeber etwas falsch verstanden zu haben. Während des Streiks, muss man nicht den Weg in den hintersten Winkel des Berliner Umlandes für den Arbeitgeber machen, um dort dann festzustellen, dass aufgrund der vorhergehenden, besonderen Betriebslage der eigene Zug dort gar nicht ist.

Die zentrale Streikleitung der GDL stellt klar:
Die Weisung ist zu ignorieren. Die Kolleginnen und Kollegen nehmen ihre Arbeit bei Streikende an ihren jeweiligen Meldestellen wieder auf.

Arbeitgeber macht Druck und beauftragt die Streikleitung mit Botendiensten

Am 03.09.2021 meldete sich die Leitung des Fahrbetriebes bei der Streikleitung der Berliner S-Bahn und wies noch einmal sehr freundlich (Keine Ironie!) darauf hin, dass die Weisung einzuhalten ist. Verbunden mit der Bitte, die Weisung zu kommunizieren und an die Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben.

Das wird nicht passieren. Es ist nicht die Aufgabe der Streikleitung, die streikenden Mitglieder der GDL über eine Weisung des Arbeitgebers zu informieren, die dieser nur knapp einen Tag vor Streikbeginn herausgegeben hat. Streikende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ihre betrieblichen Arbeitsmittel (Tablet) während des Streiks grundsätzlich nicht benutzen um sich über Weisungen des Arbeitgebers zu informieren. Wir bestreiken ja den Arbeitgeber.

Was also ist genau bei Streikende zu tun?

Jeder streikende Angestellte mit einer Schicht, findet sich zu Streikende an seiner Meldestelle ein und meldet sich um genau 02:00 Uhr arbeitswillig bei der Leitstelle. Die Kolleginnen und Kollegen der Leitstelle wissen genau, wo welche Züge stehen und werden den Anrufern dann mitteilen, wo ihr Zug steht und auch wie sie dort hin gelangen.

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