Die S-Bahn bleibt grün

Auch wenn manch ein Brief des Arbeitgebers etwas anderes suggeriert, so bleibt die S-Bahn Berlin grün. Das heißt, die bisherigen und zukünftigen Tarifverträge der GDL behalten weiterhin ihre Anwendung. Selbst wenn uns manch ein uns vorgesetzter oder Betriebsrat etwas anders ins Ohr flüstern mag. Sollten dir dennoch Rechte aus den Tarifverträgen der GDL verwehrt werden, wird diese Willkür des Arbeitgebers umgehend ein Fall für das Arbeitsgericht am Magdeburger Platz in Berlin. Der Rechtsschutz für jedes GDL Mitglied ist dabei selbstverständlich.

Selbst für den Fall, dass die EVG tatsächlich mehr Mitglieder als die GDL bei der S-Bahn Berlin organisieren sollte, so wird das kein länger anhaltender Zustand sein, denn die Forderung der GDL zur Anwendung ihrer Tarifverträge bezieht sich nicht auf die betriebliche Anwendung ihrer Tarifverträge, sondern auf die persönliche Anwendung auf ihre Mitglieder. Somit wäre es völlig egal wie viele Mitglieder, die eine oder andere Gewerkschaft im Betrieb organisiert hat, wichtig wäre dann nur, dass sich die Beschäftigen entscheiden, welche Tarifverträge welcher Gewerkschaft für sie vom Arbeitgeber anzuwenden sind.
Für manch blauäugigen Zeitgenossen bedeutet das zwar einen Reallohnverlust von voraussichtlich bis zu 3% in diesem Jahr, für die anderen wachsamen und engagierten Gewerkschaftsmitglieder eine Lohnverbesserung des Einkommens auf lange Sicht von bis zu 15%. Geschweige denn von der Corona-Zulage in Höhe von 600€, statt blauäugiger 0€.

Die S-Bahn Berlin bleibt grün, wenn du dich dafür entscheidest. Die S-Bahn bleibt grün, wenn du nicht länger blauäugig bist.

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